Hausarbeits-Tipps für den Sommer

Tipps zum wissenschaftlichen Schreiben:

  • Vertraut auf eure Fähigkeiten.
  • Reflektiert und kennt eure Stärken und Schwächen beim Schreiben.
  • Fordert konstruktive Rückmeldungen von Kommilliton*innen ein.
  • Bleibt am Schreibtisch hartnäckig.
  • Belohnt euch für kleine Erfolge.
  • Wartet nicht erst, bis ihr in der richtigen Stimmung seid.
  • Schafft euch optimale Schreibbedingungen (Arbeitsatmosphäre).
  • Schreibt regelmäßig, damit schreiben zu einer gewohnten Tätigkeit wird. Macht euch Schreibtermine.
  • Nutzt die Möglichkeit euch mit Kommiliton*innen über Herausforderungen, Probleme und Erfolge auszutauschen.
  • Verabredet euch zum Schreiben mit Kommiliton*innen.
  • Nutzt das Schreiben als Denkwerkzeug. Fertigt Notizen, Zusammenfassungen, Skizzen und andere Texte an.
  • Lasst euch nicht durch einen Vorwand vom Schreiben abhalten (Erst muss ich noch… dann kann ich schreiben).
  • Lasst euch von den Arbeitsweisen eurer Kommiliton*innen inspirieren. Tauscht euch aus.
  • Findet euren eigenen Weg erfolgreich zu schreiben.
  • Schreibt auch, wenn ihr denkt dass es sich nicht lohnt nur X Minuten zur Verfügung zu haben. Jeder Fortschritt ist besser als kein Fortschritt.
  • Arbeitet nicht zu verkrampft sondern gönnt euch auch Entspannung.
  • Versucht nicht direkt druckreif zu schreiben. Schreibt eure ersten Gedanken frei auf. Überarbeitet den Text dafür später sehr gewissenhaft.

In Anlehnung an: Wymann, Christian. Schreibmythen entzaubern: ungehindert schreiben in der Wissenschaft. UTB Schlüsselkompetenzen 4660. Opladen Toronto: Verlag Barbara Budrich, 2016.

Klausurtagung

Am 17.05. traf sich der Vorstand von VEbBS zur ersten Klausurtagung in neuer Besetzung in Lüneburg. Ähnlich wie in einem neuen Kollegium oder nach einem größeren Umbruch in einem ehrenamtlichen Team, müssen auch wir als Vorstand erstmal enger zusammenwachsen. Hierfür haben wir extra Methoden genutzt, bei denen das Vorwissen der “alten Hasen” nicht so ins Gewicht fällt und es keine erkennbaren Unterschiede zwischen neuen und alten Vorstandsmitgliedern gab. Es tut so gut, mit dem gesamten Vorstand an einem Tisch zu sitzen und über die jeweiligen Vorstellungen und Idee zu diskutieren.

Im Normalfall sprechen wir unsere Arbeit über längere Distanzen in Skype-Gesprächen und in unserem Online-Tool Bitrix ab. Sicher erleichtern uns diese digitalen Möglichkeiten das Alltagsgeschäft des Vorstands und ermöglichen, dass wir nicht alle persönlich aus ganz Norddeutschland zusammenkommen müssen. Aber ein persönliches Treffen bietet immer, durch die Einzelgespräche bei Essen und in den Pausen, die physische Präsenz, ein ganz anderes Erlebnis. Durch diese Treffen rücken wir immer noch ein Stück näher zusammen und wissen besser, wie der*die Andere so tickt. So haben wir uns die Zeit gerne genommen. Wir hatten ein straffes Programm (von 09:00 bis 18:00 Uhr) zusammengestellt, sodass wir den gesamten Tag gemeinsam verbringen konnten. Nebenbei hatten wir in der Mittagspause noch die Gelegenheit, das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität zu besichtigen.

Zu Beginn stand eine ehrliche und nüchterne Analyse unserer Arbeit in den vergangenen drei Monaten an. Nicht immer führen hohe Anstrengungen und gutes Arbeiten auch zu Erfolg. Daher ist es uns wichtig uns weder auf ein verbales Schulterklopfen noch auf gegenseitige Vorwürfe zu beschränken. Daher freuen wir uns auch jederzeit über eine Rückmeldung von euch.

Weil wir öfter mal gefragt werden, wieso wir uns eigentlich den ganzen Aufwand aufbinden, haben wir in einem zweiten Schritt Antworten dazu gesammelt. Das hat auch den schönen Nebeneffekt, dass wir selber besser verstehen, wieso die jeweils anderen Vorstandsmitglieder überhaupt mit uns zusammenarbeiten und für das Amt kandidiert haben. Daraus ist eine bunte Sammlung von Motivationsgründen entstanden, die man unpriorisiert folgendermaßen darstellen könnte.

Neben dem Blick auf die zurückliegenden Erfolge konnten wir neue Motivation sammeln für die zukünftigen Projekte und Ideen. Dabei haben wir drei neue  Konzepte entwickelt, die hier kurz benannt werden können:

  • VEbBS goes Praxis
  • VEbBS to the roots
  • VEbBS braucht Dich

Bei der Konzeptentwicklung sind wir so vorgegangen, dass jeweils ein Vorstandsmitglied eine Idee zu seinem*ihrem Verantwortungsbereich vorbereitet und in die Tagung mitgebracht hat. Diese Idee wurde dann gemeinsam weiterentwickelt und im Hinblick auf wichtige Punkte hinterfragt. Was hat das Feld davon? Was haben unsere Mitglieder davon? Gibt es etwas vergleichbares schon? Mit wem könnten wir zusammenarbeiten? Wie passt es zu unserer Satzung und den auf der Vollversammlung beschlossenen Entfaltungszielen? Wie kostenintensiv ist es und welche Folgekosten entstehen? Welche offenen Fragen sind zu klären und was sind die konkreten nächsten Schritte?

Was sich hinter diesen Konzepten verbirgt und welche Antworten wir auf die aufgeworfenen Fragen gefunden haben, können wir noch nicht verraten, da sie sich noch vollkommen in der Roh-Phase befinden. Wer von euch Mitgliedern jedoch zum Mitgliedsrat kommt, kann sich schon frühzeitig in den Prozess einbringen und über die Weiterentwicklung mitentscheiden.

Mehr als Sonntagsreden

Die beruflichen Tätigkeiten in unserem Feld werden immer anspruchsvoller, gleichzeitig gibt es immer mehr Möglichkeiten für gering(er) qualifizierte Menschen den Status von Fachkräften zu erlangen. Die finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung für die gut ausgebildeten Fachkräfte sind mit den gestiegenen Anforderungen nicht mit gewachsen. Hier steht die Politik und die Parteien stark in der Verantwortung. Diese wollen die Parteien gerne mit Wohlfühlaussagen, die so ähnlich klingen wie “Wir müssen mehr in Bildung investieren” oder “Kinder sind unsere Zukunft und Bildung Deutschlands wichtigste Ressource” beantworten. Was sie jedoch konkret damit meinen verschweigen sie meist oder verweisen auf ihre Wahlprogramme. Wir fragen uns: Welche Vision haben die Parteien für die frühkindliche Bildung in Deutschland? Womit werben die Parteien im Bundestagswahlkampf um unsere Stimmen?

In einer engen Kooperation mit Policy Lab wollen wir uns diese genauer anschauen. Wir werden die Wahl- und Parteiprogramme der Parteien  für die nächste Bundestagswahl am 24. September 2017 lesen, durcharbeiten und anhand eines eigenen Rasters bewerten.

Hierzu wollen wir einmal prüfen, wie wird überhaupt über die frühkindliche Bildung gesprochen? Welche Schlagwörter kommen in den Programmen wie oft vor und welche fehlen?  Nach dieser oberflächlichen Auseinandersetzung wollen wir die Programme intensiver, anhand eines Rasters, prüfen. Zu beiden Kriterien wollen wir in einer ersten Phase Vorschläge sammeln. Diese werden wir dann in unserer Arbeitsgruppe auswerten und weiterentwickeln. Anschließend werden wir die Parteiprogramme anhand dieser Kriterien überprüfen.

Durch unsere Analyse verfolgen wir das Ziel möglichst viele Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich mit den gestellten Fragen auseinanderzusetzen. Am Ende des Prozesses soll u.a. ein Material für Lehrer*innen an berufsbildenden Schulen für die Diskussion im Unterricht entstehen. Außerdem wollen wir uns zu den Standpunkten der Parteien positionieren und diese Positionen an sie zurückmelden. Denn wir wollen deutlich machen, welche Erwartungen wir an die Politik haben und einen Beitrag zu Veränderungen leisten.

Dieses Projekt soll der Auftakt sein, sich mit VEbBS politisch mehr einzumischen. Für die in Niedersachsen anstehende Landtagswahl arbeiten wir auf weitere Aktionen hin. Wir planen ein Format, in dem Politiker uns direkt Rede und Antwort stehen. Das bisherige Konzept haben wir in einer kleinen Arbeitsgruppe entwickelt und mit Prof. Marile Karsten und Prof. Philipp Sandermann besprochen.

Wenn du diese Ansätze auch spannend und wichtig findest, unterstütze uns mit deinen Ideen und dem Ausfüllen des Formblattes.  In dem Formblatt sammeln wir Vorschläge für Schlagworte und für das Frageraster. Schließe dich gerne unserer Arbeitsgruppe an, indem du uns eine kurze Mail schreibst.

In Kooperation mit:

Wer ist eigentlich Isabell von Malottki?

Mitte Februar wurde in der Vollversammlung ein neuer VEbBS Vorstand gewählt. Die neuen und alten Vorstandsmitglieder haben zehn Fragen zu ihrer Person und ihrer Rolle im Verein beantwortet, um sich nun vorzustellen.

Wer bist du? Wo lebst du? Wo studierst oder arbeitest du?
Ich bin Isabell von Mallotki und wohne in Lüneburg und studiere Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik. Nebenbei pflege ich die Websites zweier Firmen um meinen Geldbeutel etwas aufzubessern.

Wie bist du zu VEbBS gekommen?
VEbBS habe ich durch ein Gespräch mit Franz kennengelernt und Phillip kannte ich zuvor schon, aufgrund seiner Lehrtätigkeit an unserer Schule. Zudem war VEbBS zu der Zeit meiner Neuaufnahme Grund für einige Diskussionen innerhalb meiner Kohorte.

Wieso ist VEbBS etwas besonderes?
Mit dem Verein verrichten wir eine Arbeit, die eigentlich schon längst überfällig ist und knüpfen für alle folgenden Studierenden den Kontakt zu anderen Standorten und den Vertreter*innen der Praxis.

Welche Aufgaben hast du im Vorstand?
Als Referentin für den Bereich Qualitätsentwicklung beschäftigte ich mich mit der Frage: Was macht einen guten Verein aus? Und wie kann ich unsere Arbeit bei VEbBS stetig verbessern. Hierbei müssen unserer eigenen Ziele auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden und Projekte zur Verbesserung und Überprüfung der Arbeitsweise angestoßen werden. Meine Aufgabe beginnt schon im kleinen beim Pflegen unserer Strukturen im Drive, oder dem Erstellen einer Ressourcenübersicht und wird sich auf viele Bereiche ausweiten in die ich mich selbst noch einarbeiten muss.

Was möchtest du in deiner Amtszeit gerne erreichen?
Ich würde gerne die Effektivität unserer Arbeit erhöhen und eine übersichtliche Struktur schaffen, außerdem wäre es mir ein Anliegen mehr über die Prozesse anderer Vereine zum Thema Qualitätsentwicklung zu erfahren um so von diesen lernen zu können und eigene Strategien zu entwickeln, wie der Verein sich dahingehend weiter entwickeln kann.

Welchen wissenschaftlichen Schwerpunkt hast du?
Bisher habe ich mich wissenschaftlich vor Allem mit der gemeinsamen Ausgestaltung des Unterrichts in der beruflichen Bildung der Fachrichtung Sozialpädagogik beschäftigt, jedoch kann sich dieser Fokus noch verschieben, da dies meinen ersten Versuch im forschenden Bereich darstellt. Auch in den folgenden Semestern wird sich meine Arbeit auf die hier vorhandenen Machtstrukturen und dem kritischen Umgang mit ihnen fokussieren.

Welche politische Entwicklung sollte schneller voran gehen?
Politisch gibt es Vieles zu verändern. 

Wie sieht dein perfekter Sonntag aus?
Mein perfekter Sonntag bestünde daraus entspannt ein Buch zu lesen und ausreichend zu schlafen.

Welches Buch sollte jede*r im Feld gelesen haben? Welchen Film jede*r gesehen haben?
Ich würde niemandem vorschreiben wollen, was er*sie lesen sollte, aber ich fand die Dokumentation zu den Treibhäusern der Zukunft sehr gut. Und würde zur Entschleunigung des Alltags das Buch Momo von Michael Ende empfehlen.

Was wünschst du dir von den Leser*innen des Journals?
Ich wünsche mir von unseren Leser*innen, dass sie Kritik äußern, wo es welche zu äußern gibt und uns helfen das Journal mit ihren Ideen zu gestalten und dass sie sich trauen selbst einmal Beiträge zu verfassen, denn die Themen die mir bisher bei Gesprächen mit anderen begegnet sind wäre oft einen Beitrag wert.

Wer ist eigentlich Christoph Schönfeldt?

Mitte Februar wurde in der Vollversammlung ein neuer VEbBS Vorstand gewählt. Die neuen und alten Vorstandsmitglieder haben zehn Fragen zu ihrer Person und ihrer Rolle im Verein beantwortet, um sich nun vorzustellen.

Wer bist du? Wo lebst du? Wo studierst oder arbeitest du?

Ich bin Christoph Schönfeldt, Student an der Leuphana Universität. Ich schreibe momentan an meiner Master-Thesis zum Thema „Psychiatriebezogene Sozialpädagogik“. Ich lebe in Lüneburg. Während meines Studiums war ich in nahezu allen akademischen und studentischen Gremien tätig. Außerdem habe ich, bis auf an der Fakultät für Kulturwissenschaften, an allen Fakultäten der Universität als studentische Hilfskraft gearbeitet.

Wie bist du zu VEbBS gekommen?

Ich bin Gründungsmitglied von VEbBS, daher war ich von Anfang an bei der Entstehung des Vereins und der Initiative dabei.

Wieso ist VEbBS etwas besonderes?

VEbBS probiert Unmögliches möglich zu machen. Alle Akteur*innen und Berufsfelder der Sozialpädagogik miteinander zu vernetzen und gleichzeitig die universitäre Sozialpädagogik als starke Partnerin zu etablieren.

Welche Aufgaben hast du im Vorstand?

Ich bin Referent für Vernetzung. Kümmere mich also gerade darum, was ich zuvor geschrieben habe.

Was möchtest du in deiner Amtszeit gerne erreichen?

Zum einen möchte ich ein Forum etablieren, in dem sich die verschiedenen Akteur*innen untereinander austauschen können. Zum anderen möchte ich es schaffen, dass die unterschiedlichen Berufsfelder noch näher zusammenrücken.

Welchen wissenschaftlichen Schwerpunkt hast du?

Mein tatsächlicher Schwerpunkt dürfte eher die klassische Sozialpädagogik sein. Selbstredend verstehe ich aber auch sozialdidaktische Zusammenhänge.

Welche politische Entwicklung sollte schneller voran gehen?

Die gesellschaftliche Honorierung sozialpädagogischer Berufe, sowie die schon längst überflüssige Steigerung des Entgelts.

Wie sieht dein perfekter Sonntag aus?

Ein entspannter Tag mit meiner Verlobten – mit allem was dazu gehört. Frühstück, Nach-Frühstücks-Schlaf, Serien schauen und abends vielleicht mal ein Bierchen.

Welches Buch sollte jede*r im Feld gelesen haben?

Wie man ein Kind lieben soll von Janusz Korczak. Aber bitte nicht nur im Hinblick des tragischen Endes seiner Person – Sondern die sozialpädagogischen Postulate lesen, erkennen und wenn möglich anwenden.

Welchen Film jede*r gesehen haben?

Good Will Hunting – ein ausgezeichneter Film zur Beziehungsgestaltung mit einem noch ausgezeichneteren Robin Williams.

Was wünschst du dir von den Leser*innen des Journals?

Dass die Leser*innen das Journal weiterempfehlen, wenn sie denn mögen.

Abschied wider Willen

Als ich vom Vorstand des VEbBS gebeten wurde, einen Artikel anlässlich der Verabschiedung von Professor_in Maria-Eleonora Karsten (fortan: Marile) zu schreiben, sicherte ich gleich zu. Ich schreibe nicht das erste Mal einen Artikel und es wird auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wie es die Jurist_innen ausdrücken würden, nicht der letzte Artikel sein. Aber dieses Mal wurde es sehr schwer- Immer wieder musste ich von neuem beginnen, wie sollte ich den Artikel anlegen? Wissenschaftlich? Persönlich? Gar in ‚Ich-Form‘? Schwierig, was würde ggf. Marile denken?

Ich habe mich entschieden- es wird ein persönlich- ein zutiefst subjektiver Artikel werden…nicht ganz ungefährlich in einem wissenschaftlichen Kontext…aber wie sagte der dänische Philosoph und Existenzialist Sören Aabye Kierkegaard treffend: „Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein“. Read More

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ geht zum zweiten Mal an den Start

Seit dem 22. Februar 2017 sind junge Talente zwischen 10 und 25 Jahren zum zweiten Mal weltweit aufgerufen, sich musikalisch mit Fragen der Globalen Entwicklung auseinanderzusetzen und ihre selbst komponierten Songs zur EINEN WELT einzureichen!

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ ist eine Begleitmaßnahme des Schulwettbewerbs des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik, der Kinder und Jugendliche dazu aufruft, sich mit Themen Globaler Entwicklung zu beschäftigen und Verantwortung in der EINEN WELT zu übernehmen. Read More

Fortbildung Fachwirtin in Kindertagesstätten – Kolumne Teil 2

Teil 1 der Kolumne

Hallo, mein Name ist Regine Vergöhl. Heute möchte ich berichten, wie es mit meiner Fortbildung zur Fachwirtin in Kindertagesstätten weitergeht.

Der Unterricht dieser Langzeit- Fortbildung findet in verschiedenen Bausteinen an Wochenenden (freitags 14:30 -20:30 Uhr und samstags 9 – 16 Uhr) und in zwei  Bildungswochen statt. Zusätzlich kommen noch Termine für Kleingruppentreffen (kollegiale Beratung) hinzu. Das bedeutet nicht nur, dass ich oft von meiner Arbeit frei gestellt werde, sondern auch, dass ich sehr viel Freizeit dafür aufwenden muss und natürlich möchte. Also habe ich auf meiner persönlichen Freizeitliste ein Hobby gestrichen: ab sofort singt der Rethemer Gospelchor leider ohne mich.

Mein erster Schultag stand bevor…. Read More

Bericht über die HTBB in Köln

Vom 13. bis 15. März fanden in Köln die Hochschultage Berufliche Bildung statt. Die Fachtagung Sozialpädagogik (Link zu PDF mit Exposes) wurde durch das Dortmunder Team Stephanie Spanu, Anke Karber und Uwe Uhlendorff organisiert. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sich die Fachtagung Sozialpädagogik in den letzten beiden Jahren entwickelt hat. Während 2015 in Dresden nur ca. 25 Teilnehmer*innen dabei waren, hat sich die Zahl 2017 mehr als verdreifacht. Auch die Vielfalt des Feldes hat sich in den Teilnehmer*innen und auch in den Vorträgen, gefühlt, deutlicher widergespiegelt als noch beim letzten Mal und es fanden sich mehr Lehrer*innen aus der Praxis als Vortragende. Doch auch wenn  sehr viel mehr Teilnehmer da waren und auch vorgetragen haben, hat das nicht automatisch dazu geführt  die Theorie-Praxis-Verknüpfung auszubauen. So wurde von einigen Lehrer*innen offen Kritik ausgesprochen, dass sie sich nicht als wirkliche Teilnehmerinnen sondern mehr als Gäste gefühlt haben.   Read More

Über den Umgang mit Rassismus in der Sozialen Arbeit

>>Anything about us without us is against us!<<

Nubia ist neu im Jugendzentrum Altona und wird von der Erzieherin nach ein paar Tagen freundlich und offen angesprochen:

Erzieherin: „Nubia, sag mir doch einmal, woher du kommst eigentlich.“

Nubia: „Aus Hamburg, warum?“

Erzieherin: „Nein, ich meine woher du ursprünglich kommst.“

Nubia: „Ach so, wir sind von Köln vor zwei Wochen nach Hamburg gezogen.“

Erzieherin: „Nein … also ich meine aus welchem Land du eigentlich kommst … wegen deiner Hautfarbe meine ich doch, also welche Wurzeln hast du?“

Liebe Leser*Innen,

wir benutzen im alltäglichen Sprachgebrauch den Begriff Rassismus oft in Assoziation mit »Ausländerfeindlichkeit« oder »Gewalt gegen Ausländer*innen«. Dabei steckt viel mehr hinter diesem Begriff, als wir oft denken: Rassismus kann in zahlreichen Erscheinungsformen und Strukturen auftreten, von denen einige offen­sichtlicher bzw. sichtbarer sind als andere. So ist Rassismus bspw. immer eng verknüpft und verwoben mit den Kategorien des Geschlechts und der Kultur, mit Hass und Angst vor „den Fremden“, mit Identitäts- und Zugehörigkeitsideologien einer Mehrheitsgesellschaft, mit dem Attribut „Weiß-Sein“; Rassismus ist durchzogen von Herrschafts- und Machtmechanismen, von konstruierten Differenzen, von nationalem Bewusstsein, von unreflektierten Sprichwörtern, von sozialen und medialen Einflüssen, aber auch untrennbar von historisch gewachsenen und mitunter aus der Kolonialzeit entstandenen Bildern und Zuschreibungen von „fremden, unterprivilegierten Kulturen und Kollektiven“. Weiter gibt es bedeutende Unterscheide zwischen Formen von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Diskriminierung, zwischen einem „klassischen“ und einem Neo- oder Kultur-Rassismus, zwischen einem tabuisierten und etablierten Rassismus (Ausgrenzung bei Bewerbungen aufgrund von Hautfarbe vs. Polenwitze beim Feierabendbier), zwischen körperlicher rassistischer Gewalt und rassistischen Äußerungen, zwischen strukturellem/institutionellem Rassismus und Alltagsrassismus Read More