Fortbildung Fachwirtin in Kindertagesstätten – Kolumne Teil 1

Hallo, ich bin Regine und arbeite als Erzieherin in der Krippengruppe der Kindertagesstätte Rethemer Arche.

Letztes Jahr habe ich in meiner Einrichtung 25-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert und einen runden Geburtstag hatte ich auch noch, nun bin ich 50. Diese Ereignisse gaben für mich Anlass zu einigen  Überlegungen: Bin ich zufrieden mit meiner Arbeit? Brauche ich eine Veränderung oder eine neue Herausforderung? Was möchte ich noch erreichen? Wie sieht es bei mir mit  älter werden im Beruf aus?

Ja, ich bin sehr zufrieden mit meinem Beruf als Erzieherin. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, sie ist verantwortungsvoll und abwechslungsreich.  Die Entwicklung der Kinder begleiten und fördern zu können ist täglich eine neue Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Bis zu meiner Rente muss ich noch 17 Jahre arbeiten. Kann ich noch 17 Jahre diesen Anforderungen gerecht werden?

Eine Ausbildung zur Krippenerzieherin konnte ich von 1983 bis 1986  in der ehemaligen DDR an der medizinischen Fachschule absolvieren. Dort habe ich dann auch in der Krippe gearbeitet, später hier in meiner Heimatstadt Rethem in der Regelgruppe, in der integrativen Gruppe und nun in der Krippe. Regelmäßig habe ich an Fort- und Weiterbildungen teilgenommen, u.a.  „Integrative Erziehung und Bildung im Kindergarten“ und „DELFIplus“- eine Fortbildung zur pädagogischen Fachkraft  für die Arbeit mit Kleinkindern.

Und nun? Der Anspruch der Arbeit in Kindertagesstätten wächst ständig. Werde ich dem gerecht? Ich denke da an die Erstellung der Website unserer Einrichtung, die Dokumentation  oder an die Öffentlichkeitsarbeit. Einen konkreten Zukunftsplan habe ich nicht. Klar wird mir allerdings, ich möchte mich  gerne noch einmal weiter bilden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bei der Suche nach einer neuen Herausforderung bin ich auf die Fortbildung zur „Fachwirt/in in Kindertagesstätten“ gestoßen. Die Inhalte reichen u.a.  von Gesprächsführung, pädagogischen Ansätzen über Büroorganisation, Finanzierung und Verwaltung bis hin zum Marketing oder der Supervision. Das klang spannend und sehr anspruchsvoll. Das Interesse an dieser Qualifikation scheint  groß zu sein, denn viele Lehrgänge sind schon für längere Zeit ausgebucht. Ich hatte Glück, genau ein Platz war noch bei der VHS Hannover Land frei und ich meldete mich ganz kurzfristig an. Sehr dankbar bin ich meiner Leiterin, die mich bei meinem Vorhaben unterstützt und auch dem Träger gegenüber mein Interesse vertreten hat. Ganz so schnell wie meine Entscheidung an diesem Kurs teilnehmen zu wollen, konnte die Verwaltung meines Trägers meinen Antrag nicht bearbeiten. Also meldete ich mich auf eigene Faust an, bereit  die Kosten selbst zu tragen und für Unterrichtszeiten an Werktagen Überstunden zu nehmen. Aber in den nächsten Wochen erhielt ich auch die Zustimmung vom Träger, dass ich an der Fortbildung teilnehmen kann. Er übernimmt einen Teil der Lehrgangsgebühren, das erleichtert natürlich ungemein.  Meine Kolleginnen bestärkten mich ebenfalls und zum Schulstart gab es ganz klassisch eine prall gefüllte Schultüte.

Theoretisch konnte es also losgehen, praktisch jedoch fehlte ich gleich zum Start beim Einführungsseminar, denn genau an diesem Wochenende habe ich geheiratet.

Wie mein „Schulstart“  aussah und wie sich Berufstätigkeit, Familie und Langzeit- Fortbildung vereinbaren lassen,  berichte ich euch dann beim nächsten Mal.

Regine Vergöhl, 50 Jahre alt, ist Erzieherin in der Krippengruppe einer Kindertagesstätte, und macht seit Kurzem eine Fortbildung zur „Fachwirt/in in Kindertagesstätten“. Ab sofort wird sie für unser Journal eine ausbildungsbegleitende Kolumne schreiben.

Hier geht`s zum zweiten Teil der Kolumne

 

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